Vom Grand Départ in Großbritannien über die Alpenpässe und Pyrenäenberge bis nach Paris zum großen Finale – die Tour de France 2027 im Schnelldurchlauf. Vom 2. bis 25. Juli führt die 114. Frankreich-Rundfahrt über 21 Etappen und insgesamt 3.479 Kilometer.
Aufgeteilt auf sieben Flachetappen, sechs hügelige Tagesabschnitte, sechs Bergetappen sowie zwei Einzelzeitfahren. Die Summe der zu bewältigenden Höhenmeter beträgt 53.450. Bergankünfte gibt es am Grand Colombier, in Les Saisies und am Col du Portet. Letzterer ist mit 2.215 Metern zugleich der höchste Punkt dieser Tour und das Ziel der Königsetappe mit 5.400 Höhenmetern und dem Tourmalet als einem von vier schweren Anstiegen.

Streckencheck: Der Parcours der Tour de France 2027
Die 114. Frankreich-Rundfahrt beginnt mit einer Premiere: Erstmals führt ein Grand Départ durch Schottland, England und Wales. Edinburgh ist zugleich der nördlichste Startort der Tour-Geschichte. Nach drei Etappen auf der britischen Insel und einem frühen Ruhetag in Cherbourg-en-Cotentin setzt das Peloton die Rundfahrt in der Normandie fort. Über die Bretagne und das Loiretal geht es ins Morvan und zum Grand Colombier im Jura. Anschließend folgen die Alpen, das Zentralmassiv und die Pyrenäen, ehe die Tour auf den Champs-Élysées endet.
Eine wichtige Rolle im Kampf um den Gesamtsieg dürften die beiden Einzelzeitfahren spielen. Zunächst müssen die Profis auf der siebten Etappe 38 Kilometer zwischen Blois und Chambord absolvieren. Nach dem letzten Ruhetag folgen weitere 33 Kilometer rund um Toulouse. Mit insgesamt 71 Kilometern bietet die Tour 2027 so viele Einzelzeitfahrkilometer wie seit 2012 nicht mehr. Entsprechend wichtig wird es für die Bergspezialisten, mögliche Zeitverluste an den Anstiegen auszugleichen.
Gelegenheiten dazu gibt es bereits vor dem Hochgebirge. Die Finals in Cardiff, Cherbourg-en-Cotentin und Plumelec verlangen Explosivität und gute Positionierung. Auf der längsten Etappe nach Le Creusot wartet mit dem Signal d’Uchon ein besonders steiler Prüfstein. Auch die Fahrt durch die Cevennen nach Mende mit 4.300 Höhenmetern könnte einen Einfluss aufs Gesamtklassement nehmen.
Die schwersten Kletterprüfungen teilen sich auf zwei Abschnitte. Auf die erste Bergankunft am Grand Colombier (Etappe 9) folgen nach einem Ruhetag zwei schwere Tage in den Alpen. In der Schlusswoche warten dann die Königsetappe zum Col du Portet (Etappe 18) und die Fahrt durch das Baskenland über Sodet und Marie Blanque nach Laruns (Etappe 19). Dort bietet sich den Bergfahrern die letzte große Gelegenheit, Zeit gutzumachen. Das Finale in Paris soll durch die Runden über Montmartre erneut wieder für Dramatik sorgen.
Die einzelnen Etappen der Tour de France 2027
1. Etappe | 2. Juli 2027 | Edinburgh – Carlisle | 184 km

Zum Auftakt der Tour de France 2027 geht es von der schottischen Hauptstadt Edinburgh über 184 Kilometer nach Carlisle. Auf den ersten beiden Dritteln erwartet die Profis ein hügeliger Parcours. Bei Kilometer 64 steht die erste offizielle Bergwertung der 114. Frankreich-Rundfahrt an: die 2,2 Kilometer lange Côte de Melrose mit einer durchschnittlichen Steigung von 6,7 Prozent. Nach rund 120 Kilometern flacht die Strecke deutlich ab. Die verbleibenden 60 Kilometer sollten den Sprintern aus topographischer Sicht keine größeren Schwierigkeiten bereiten. Läuft alles nach Plan, dürfte es im englischen Zielort Carlisle zu einem Sprint Royal kommen und ein Sprinter das erste Gelbe Trikot der Tour de France 2027 übernehmen.

2. Etappe | 3. Juli 2027 | Keswick – Liverpool | 223 km

An Tag zwei auf der „Insel“ Tags legen die Profis zwischen Keswick und Liverpool 223 Kilometer zurück und bleiben dabei durchgehend auf englischem Boden. Die Strecke führt durch die Landschaft des Lake District. Nach etwas mehr als 85 Kilometern stehen mit Jubilee Tower, Through of Bowland und Waddington Fell unmittelbar nacheinander drei kurze Anstiege an. Hinter Backburn müssen die Profis noch die Anstiege nach Belmont sowie Barbold überwinden, bevor sie über Prescot das Etappenziel Liverpool erreichen.

3. Etappe | 4. Juli 2027 | Welshpool – Cardiff | 223 km

Auch die dritte Etappe misst mehr als 220 Kilometer, verläuft allerdings ausschließlich durch Wales. Dabei gilt es für die Profis, insgesamt acht kategorisierte Anstiege zu überwinden. Das Finale fällt anspruchsvoller aus als am Tag zuvor: Auf den letzten gut 30 Kilometern warten drei kurze, knackige Anstiege mit Bergwertungen. Als mögliche Schlüsselstelle bietet sich die Côte de Caerffili an, deren zwei Kilometer mit durchschnittlich 8,1 Prozent Steigung rund zwölf Kilometer vor dem Ziel liegen. Wird das Rennen aggressiv gefahren, könnten die Sprinter hier nach 210 Kilometern den Anschluss verlieren. In Cardiff würde dann ein reduziertes Peloton um den Tagessieg kämpfen.

4. Etappe | 6. Juli 2027 | Cherbourg-en-Cotentin – Cherbourg-en-Cotentin | 171 km | 2.200 hm

Nach dem ersten frühen Ruhetag beginnt der französische Teil der Tour mit einer Etappe, die über weite Strecken an der Küste verläuft. Der Parcours verläuft zunächst westlich, später östlich von Cherbourg-en-Cotentin am Meer entlang. Auf der kurvenreichen Strecke kann der Wind eine entscheidende Rolle spielen. Vor den finalen zehn Kilometern wartet zudem die Côte du Becquet mit zweistelligen Steigungsprozenten. Auch die Zielankunft führt bergauf. Damit eignet sich das Finale sowohl für Puncheure als auch für Sprinter, die kurze Anstiege gut bewältigen können.
5. Etappe | 7. Juli 2027 | Pontorson – Plumelec | 178 km | 1.900 hm

Nach einem kuzen Abstecher nach Mont-Saint-Michel steuern die Profis auf überwiegend geraden Straßen nach Plumelec. Die Schwierigkeiten dieser 178 Kilometer langen Etappe kommen erst auf dem finalen Rundkurs in Plumelec. Zweimal müssen die Fahrer die Côte de Cadoudal erklimmen, wobei die zweite Passage zugleich die Zielankunft ist. Der Anstieg ist 1,7 Kilometer lang und durchschnittlich 6,2 Prozent steil. Die erste Überfahrt erfolgt 14 Kilometer vor dem Ziel. Chancen auf den Etappensieg besitzen Puncheure, die eine kurze, intensive Belastung repetieren können und im abschließenden Bergaufsprint noch Reserven besitzen. Oder eben Tadej Pogačar …
6. Etappe | 8. Juli 2027 | Vannes – Angers | 193 km | 1.500 hm

Nach den anspruchsvollen Finals der vergangenen Tage können sich die Sprinter wieder freuen. Vom Golf von Morbihan am Atlantik führt die Strecke nach einem welligen Start von Vannes dann überwiegend über flaches Gelände nach Angers. Geradlinig verläuft der Weg zum Ziel allerdings nicht: Eine lange Gerade zu Beginn der letzten 50 Kilometer bietet Raum für taktische Manöver, anschließend folgt eine kurvenreiche Anfahrt auf breiten Straßen. Die Zielgerade steigt leicht an. Für den Sprint zählen damit neben der Endgeschwindigkeit auch die Position vor den letzten Richtungswechseln und das richtige Timing.
7. Etappe | 9. Juli 2027 | Blois – Chambord | 38 km | 200 hm

Das erste Einzelzeitfahren führt durch die Loire – mit Wäldern, Weinbergen und Schlössern. Und wird zugleich zur ersten echten Standortbestimmung der Favoriten, der Anwärter auf den Sieg dieser Frankreich-Rundfahrt. Der Parcours ist flach und kommt den Spezialisten extrem entgegen. Leichte Kletterer werden hier Probleme bekommen. Über die Länge von 38 Kilometern können bereits bedeutende Abstände von mehr als zwei Minuten entstehen.
8. Etappe | 10. Juli 2027 | Bourges – Le Creusot | 224 km | 3.100 hm

Die mit 224,5 Kilometern längste Etappe der Tour de France 2027 führt in Teilen durch das Granitmassiv Morvan im Burgund und zeigt gerade auf den finalen 100 Kilometern seine Herausforderungen. Erster Anstieg des Tages ist nach 143 Kilometern der Col de Gravelle. Danach erreichen die Fahrer über die Côte de la Croix de la Libération den Fuß des schwersten Anstiegs des Tages: Signal d’Uchon. Der 5,7 Kilometer lange Anstieg weist zwar im Mittel 5,7 Prozent Steigung auf, doch diese Zahl „schönt“ die deutlich steileren Passagen im oberen Teil. Dort werden bis zu 18 Prozent erreicht. Vom höchsten Punkt des Signal d’Uchon verbleiben noch rund 17,5 Kilometer bis ins Ziel nach Le Creusot. Da die Abstände in der Gesamtwertung vor den ersten Bergetappen noch nicht allzu groß sein dürften, könnte es hier zum Schlagabtausch der Klassementfahrer um den Etappensieg kommen.
9. Etappe | 11. Juli 2027 | Villars-les-Dombes Parc des Oiseaux – Grand Colombier | 162 km | 3.750 hm

Vor dem zweiten Ruhetag müssen die Profis das erste Mal bei dieser 114. Frankreich-Rundfahrt so richtig klettern. Die erste Bergetappe der Tour 2027 endet auch gleich „am“ Berg und kommt in Summe auf 3.750 Höhenmeter. Ziel des 162 Kilometer langen Abschnitts ist der Grand Colombier im französischen Jura. Nach einem flachen Beginn steigert sich die Schwierigkeit über mehrere kategorisierte Anstiege. Zu den „Prüfsteinen“ gehören der Col du Berthiand mit 6,3 Kilometern bei 7,5 Prozent, die Côte des Neyrolles mit 3,6 Kilometern bei 7,7 Prozent und der Col de Richemond mit 7,7 Kilometern bei sechs Prozent. Nach einer längeren Abfahrt vom 1.026 Meter hohen Pass beginnt in Culoz auf einer Höhe von 263 Metern der Schlussanstieg. Er führt über 17,4 Kilometer mit durchschnittlich 7,1 Prozent zum Grand Colombier auf 1.501 Metern.
10. Etappe | 13. Juli 2027 | Annecy – Sallanches | 171 km | 3.750 hm

Nach dem zweiten Ruhetag führt die 10. Etappe von Annecy über sechs Anstiege in die WM-Stadt von 2027, Sallanches. Auch wenn keiner der Anstiege länger als zehn Kilometer ist, summieren sich die Steigungen am Ende zu 3.750 Höhenmetern, bei einer Etappenlänge von 171 Kilometern. Bereits wenige Kilometer nach dem Start beginnt der Anstieg zum Col du Plan du Salève. Rund 40 Kilometer später folgt die Montée de Brison, die über fünf Kilometer durchschnittlich 10,2 Prozent steil ist. Nach einer ersten Passage über die Ziellinie in Sallanches wartet ein anspruchsvoller Abschnitt mit der Côte de Domancy, der Montée du Bettex und der Côte du Plateau d’Assy. Abschließend steht die Côte de Domancy ein zweites Mal auf dem Programm: 2,5 Kilometer bei 9,4 Prozent. Von dieser letzten Überfahrt bleiben neun Kilometer bis zum Ziel in Sallanches. Die Etappe kommt auf 3.750 Höhenmeter.
11. Etappe | 14. Juli 2027 | Cluses – Les Saisies | 150 km | 4.750 hm

Am französischen Nationalfeiertag findet die schwerste Alpenetappe dieser Austragung statt. Sie führt von Cluses über sechs Anstiege ins Skigebiet Les Saisies auf 1.650 Meter. Auf nur 150 Kilometern summiert sich die Kletterarbeit auf 4.750 Höhenmeter. Bereits wenige Kilometer nach dem Start beginnt der Anstieg zum Col de la Colombière mit 15,9 Kilometern bei sieben Prozent. Über die Abfahrt hinunter nach Le Grand-Bornand und La Clusaz erreichen die Profis den Gipfel des Col de la Croix Fry bereits nach 40 Kilometern. Danach flacht das Terrain ab, ehe der Col de la Forclaz als Amuse-Gueule die Fahrer auf das Menü des Tages vorbereitet. Im letzten Drittel der Etappe sorgen der Col du Pré und die Montée de Bisanne für die nötige Würze. Zusammen ergeben sie 25 Kilometer Anstieg mit Steigungen um acht Prozent. Nach dem letzten Anstieg des Tages sind noch vier Kilometer bis zur Ankunft in Les Saisies.
12. Etappe | 15. Juli 2027 | Chambéry – Valence | 162 km | 1.600 hm

Nach den schweren Etappen in den Alpen, in denen es für die Sprinter lediglich darum ging, im Zeitlimit zu bleiben, könnten sie in Valence zuschlagen. Die Strecke raus aus Chambéry über Voiron enthält zwar einige Anstiege, bietet den schnellen Männern insgesamt aber günstige Voraussetzungen. Die größte Unsicherheit wartet im Rhônetal. Dort verlaufen die letzten 25 Kilometer über windanfälliges Terrain. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel ändert die Strecke zudem ihre Richtung, was je nach Windverhältnissen entscheidend werden kann. Ein Massensprint ist naheliegend, doch auf dem Weg nach Valence müssen auch die Mannschaften der Klassementfahrer geschlossen und aufmerksam bleiben.
13. Etappe | 16. Juli 2027 | Aubenas – Montpellier | 164 km | 1.500 hm

Zwischen Aubenas und Montpellier könnte einer der Sprinter am Ende jubeln. Wenige topografische Schwierigkeiten gibt es auf dem Weg. Die meisten davon sammeln die Fahrer in der ersten Hälfte der Etappe. Allerdings können die Winde Mistral oder Tramontane auf exponierten Abschnitten für Unruhe im Feld sorgen. Das Ziel liegt auf einer neu angelegten Anfahrt im Stadtzentrum von Montpellier.
14. Etappe | 17. Juli 2027 | Montpellier – Mende | 199 km | 4.300 hm

4.300 Höhenmeter verteilen sich hier auf knapp 200 Kilometer. Auch wenn dieser Tagesabschnitt „nur“ durch die traumhaften und außergewöhnlichen Cevennen verläuft, so entsprechen seine Schwierigkeiten doch denen einer Bergetappe. Nach dem Col du Vent führt der Parcours durch den Cirque de Navacelles und später über den Col de la Lusette, der auf 11,6 Kilometern durchschnittlich 7,3 Prozent steil ist. Die Entscheidung fällt möglicherweise erst an der Côte de la Croix Neuve oberhalb von Mende am Flugfeld. Der drei Kilometer lange Anstieg weist im Schnitt 10,1 Prozent Steigung auf und endet 1,5 Kilometer vor dem Ziel. Der lange, kräftezehrende Anlauf bietet jedoch auch Möglichkeiten für frühere Angriffe. Gut möglich, hier zwei Rennen in einem zu sehen. Die Ausreißer kämpfen um den Etappensieg. Die Gesamtklassementfahrer in einer kleinen Gruppe dahinter um Sekunden.
15. Etappe | 18. Juli 2027 | Rodez – Albi | 169 km | 2.500 hm

Die letzte Etappe vor dem dritten Ruhetag bietet Ausreißern die perfekte Chance. Zwischen Rodez und Albi wechseln sich Anstiege und Abfahrten ab, sodass es schwer werden dürfte, einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden. Der letzte kategorisierte Anstieg von insgesamt acht auf diesem Parcours liegt weniger als 25 Kilometer vor dem Ziel. Doch auch danach bietet die Strecke noch Möglichkeiten zur Attacke. Die letzte Abfahrt führt bis etwa fünf Kilometer vor die Ziellinie, anschließend steigt die Straße wieder leicht an. Neben der Power wird auch taktisches Gespür den Ausschlag für den Etappensieg geben.
16. Etappe | 20. Juli 2027 | Toulouse – Toulouse | 33 km | 200 hm

Die Finalwoche der Tour beginnt mit dem zweiten Einzelzeitfahren. Es führt über 33 Kilometer rund um Toulouse. Die ersten rund 23 Kilometer verlaufen flach, zum Teil entlang der Garonne. Dann steht ein 800 Meter langer Anstieg mit 12,4 Prozent zur Côte de Pech-David an. Einzelne Abschnitte erreichen sogar 20 Prozent. Nach dieser kurzen, sehr steilen Belastung führen die letzten Kilometer durch die Stadt.
17. Etappe | 21. Juli 2027 | Muret – Pau | 186 km | 2.000 hm

Vor den beiden Bergetappen in den Pyrenäen bekommen die Sprinter noch einmal eine Gelegenheit, um den Etappensieg zu kämpfen. Die Strecke zwischen Muret und Pau verläuft allerdings nicht komplett flach. Immer wieder gibt es kurze Rampen. Wenn die Sprinter-Teams aber die Nachführarbeit gut timen, dürften sie beste Chancen haben, die Ausreißer rechtzeitig einzuholen und ihre Kapitäne für das Finale in Position zu bringen.
18. Etappe | 22. Juli 2027 | Pau – Saint-Lary-Soulan Col du Portet | 174 km | 5.400 hm

Auf der Königsetappe der Tour de France 2027 sammeln die Profis auf einer Distanz von 174 Kilometern 5.400 Höhenmeter. Vier Legenden aus Stein müssen sie bewältigen auf ihrem Ritt durch die Pyrenäen. Ziel Anstiege und insgesamt 5.400 Höhenmeter zum höchsten Punkt der Tour. Den Auftakt macht nach 40 Kilometern der Col du Soulor. 11,8 Kilometer mit 7,3 Prozent führt die Straße hoch zum Gipfel. Danach folgt der Tourmalet, der dieses Mal von Luz-Saint-Sauveur angefahren wird. 19 Kilometer mit durchschnittlich 7,4 Prozent führen auf 2.115 Meter und zum Souvenir Jacques Goddet, das der Erste am Gipfel erhält. Nach einer langen Abfahrt nach Sainte-Marie-de-Campan folgt ein eher moderater Anstieg zur Hourquette d’Ancizan mit 8,2 Kilometern bei 5,1 Prozent. Über Saint-Lary-Soulan erreichen die Profis dann nach knapp 160 Kilometern den Finalanstieg. 16 Kilometer lang und durchschnittlich 8,7 Prozent steil ist der Weg hoch zum Col du Portet ins Ziel. Mit 2.215 Metern ist der Portet auch das Dach, also der höchste Punkt dieser Tour.
19. Etappe | 23. Juli 2027 | Hasparren – Laruns | 160 km | 4.300 hm

Die letzte große Bergetappe beginnt im Baskenland und führt auf 160 Kilometern über insgesamt vier schwere Pyrenäenpässe. Besonders steil ist der erste des Quartetts, der Col de Burdincurutcheta mit 8,7 Kilometern bei durchschnittlich 9,3 Prozent. Es folgen der Col de Bagargui und der Col de Soudet, bevor am Col de Marie-Blanque die letzte große Kletterprüfung dieser Tour wartet. Dessen 7,7 Kilometer weisen im Mittel 8,6 Prozent Steigung auf. Anschließend führt die Strecke hinunter nach Laruns. Wer im Gesamtklassement noch etwas bewegen will oder wichtige Punkte fürs Bergtrikot sammeln will, findet hier die letzte Gelegenheit dazu.
20. Etappe | 24. Juli 2027 | Maubourguet – Libourne | 198 km | 1.700 hm

Auf dem Weg nach Paris führt die vorletzte Etappe über welliges und kurvenreiches Terrain aus den Pyrenäen nach Libourne. Knapp 200 Kilometer stehen den Profis auf leicht welligem Terrain bevor. Ausreißer können hier ihre Chance nutzen und von der Müdigkeit im Feld profitieren. Ob es zum Sprint kommt, hängt vor allem davon ab, wie konsequent und mit wie vielen Kräften ihre Mannschaften die Verfolgung organisieren können und wer alles einen Aufpasser in die Gruppe des Tages schickt.
21. Etappe | 25. Juli 2027 | Saint-Quentin-en-Yvelines – Paris Champs-Élysées | 116 km | 800 hm

Die Schlussetappe beginnt in Saint-Quentin-en-Yvelines und führt zum traditionellen Ziel auf den Champs-Élysées. Die Tour endet damit auf der bekannten Pariser Zielgeraden, bietet auf dem Weg dorthin jedoch erneut einen Spielplatz für ein offensives Rennen. Wie schon 2025 und 2026 gehört aber auch der Abstecher über die Rue Lepic zur Butte Montmartre zum Parcours. Insgesamt drei Mal müssen die Profis auf den Pflastersteinen hoch zur Kirche Sacré-Cœur. Wie schon im Vorjahr, als Mathieu van der Poel ganz knapp vor dem heranrauschenden Feld gewann, könnte es zum Kampf Sprinter gegen Ausreißer kommen. Für die Sprinter wird entscheidend sein, mit möglichst vielen Helfern über die Anstiege zu kommen, um so genug mannschaftliche Stärke zu besitzen, um die „Geflüchteten“ rechtzeitig einzuholen. Die Tour endet damit auf der bekannten Pariser Zielgeraden, bietet auf dem Weg dorthin jedoch erneut Raum für ein offensives Rennen.
Karte: © GEOATLAS, © ASO
Etappen-Profile: © ASO