Start Profi-Sport Solist Paul Seixas gewinnt Lombardei-Rundfahrt 2026

Solist Paul Seixas gewinnt Lombardei-Rundfahrt 2026

Übersicht

Paul Seixas hat mit der Lombardei-Rundfahrt, das letzte Monument der Saison, gewonnen. Der Franzose aus dem Team Decathlon CMA CGM setzte sich am Anstieg Civiglio, rund 18 Kilometer vor Ende, von seinen Konkurrenten ab und erreichte das Ziel in Bergamo als Solist. Enric Mas (Movistar Team) wurde mit 48 Sekunden Rückstand Zweiter. Giulio Ciccone (Lidl-Trek) komplettierte das Podium mit 1:05 Minuten Rückstand.

Für Seixas war es der erste Monument-Sieg seiner Karriere. Mit 20 Jahren und 16 Tagen wurde er zum jüngsten Gewinner in der Geschichte der Lombardei-Rundfahrt. Auch für Decathlon CMA CGM war es der erste Erfolg bei einem der fünf Monumente. Titelverteidiger Tadej Pogačar, der die vergangenen fünf Austragungen gewonnen hatte, fehlte verletzungsbedingt.

Bester Profis des Team Alpecin-Preniier Tech wurde Ramses Debruyne auf Platz elf.

So verlief die Lombardei-Rundfahrt 2026

Noch vor dem eigentlichen Rennbeginn setzte das Peloton ein Zeichen für mehr Sicherheit. Dadurch verzögerte sich der Start in Como um fünf Minuten. Nach dem scharfen Start folgten auf den ersten Kilometern zahlreiche Angriffe. Erst am Selvino entstand dieAusreißergruppe des Tages.

Zu den 14 Fahrern zählten Ben O’Connor (Team Jayco AlUla), Victor Campenaerts (Team Visma | Lease a Bike), Antonio Tiberi (Bahrain Victorious), Michael Leonard (EF Education-EasyPost), Julien Bernard (Lidl-Trek), Sylvain Moniquet (Cofidis), Maxime Decomble (Groupama-FDJ United), Fausto Masnada (MBH Bank CSB Telecom Fort), George Bennett und Pau Martí (beide NSN Cycling Team), Louis Vervaeke (Soudal Quick-Step), Gijs Leemreize (Team Picnic PostNL), Andrea Mifsud (Team Polti VisitMalta) und Johannes Kulset (Uno-X Mobility) vertreten.

Die Favoritenteams kontrollierten die Fluchtgruppe

Im Feld übernahmen UAE Team Emirates-XRG, Decathlon CMA CGM und Red Bull-Bora-Hansgrohe die Nachführarbeit. Der Vorsprung der Ausreißer wuchs nie auf mehr als drei Minuten an.

An der Madonna del Ghisallo, rund 70 Kilometer von dem Ziel, erhöhte O’Connor vorne das Tempo und dezimierte die Fluchtgruppe. Im Feld übernahm Giulio Pellizzari (Red Bull-Bora-Hansgrohe) die Führung für seinen Leader Remco Evenepoel. Dann attackierte Matteo Jorgenson (Team Visma | Lease a Bike). Brandon McNulty (UAE Team Emirates-XRG), Quinn Simmons (Lidl-Trek) und Christian Scaroni (XDS Astana Team) folgten dem Amerikaner. Pellizzari führte die Favoritengruppe jedoch wieder an das Quartett heran.

Pellizzari bereitete das Finale für Evenepoel vor

Rund 30 Kilometer vor dem Ziel gingen die verbliebenen Ausreißer mit etwa anderthalb Minuten Vorsprung in die erste Auffahrt nach San Fermo della Battaglia. Pellizzari machte dahinter weiter Tempo, Evenepoel saß direkt an seinem Hinterrad. An der Kuppe war die Favoritengruppe auf gut 20 Fahrer geschrumpft, der Rückstand auf die Spitze betrug noch ungefähr 45 Sekunden.

Am Einstieg zum Civiglio, rund 20 Kilometer vor Schluss, übernahm UAE mit Adam Yates. Vorne löste sich Leonard von seinen verbliebenen Begleitern. Der Kanadier war damit der letzte Fahrer der frühen Fluchtgruppe an der Spitze. Sein Vorsprung hielt dem Tempo der Favoriten allerdings nicht stand.

Seixas setzte sich am Civiglio von der Konkurrenz ab

Seixas ging selbst aj die Spitze der Favoritengruppe und erhöhte das Tempo. Evenepoel verlor schnell den Anschluss, auch McNulty und Isaac del Toro (UAE Team Emirates-XRG) konnten nicht mehr folgen. Pidcock und Ciccone blieben zunächst am Hinterrad des jungen Franzosen. Doch Seixas zog weiter durch. Erst fiel Pidcock zurück, schließlich musste auch Ciccone abreißen lassen.

An der Kuppe hatte Seixas rund eine halbe Minute Vorsprung auf Ciccone und den inzwischen aufgeschlossenen Mas. In der Abfahrt kamen die beiden Verfolger noch einmal näher. Vor der letzten Auffahrt nach San Fermo della Battaglia vergrößerte der Franzose seinen Abstand jedoch wieder. Mas setzte sich am Anstieg von Ciccone ab und machte sich allein auf die Verfolgung.

Vorne ließ sich Seixas den Sieg nicht mehr nehmen. Mas sicherte sich Platz zwei, Ciccone verteidigte den dritten Rang. Den Sprint der Verfolger um Platz vier gewann Evenepoel vor McNulty und Pidcock. Die Gruppe, in der sich auch Ramses Debruyne befand, erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 1:20 Minuten.

Fotos: Photonews.be