Start Profi-Sport Europameisterschaften 2026: Vorschau auf das Straßen-Rennen der Männer

Europameisterschaften 2026: Vorschau auf das Straßen-Rennen der Männer

Übersicht

Nur eine Woche nach der Weltmeisterschaft in Montréal steht für die europäischen Radprofis der nächste Titelkampf an. Das Straßenrennen der Rad-Europameisterschaften am, 4. Oktober. Der Wettkampfführt das Straßenrennen über 196,2 Kilometer von Ljubljana nach Šenčur. Highlight des Parcours ist der 22,1 Kilometer lange Rundkurs mitdem steilen Anstieg nach Možjanca.

Top-Favorit auf den Europameistertitel ist Remco Evenepoel aus Belgien. In Abwesenheit von Tadej Pogačar, Paul Seixas, Mathieu van der Poel und Wout van Aert besitzt der Zweite des Vorjahres die beste Chancen auf das Trikot mit den Sternen.

Die Strecke des Straßenrennens der Männer bei den Rad-Europameisterschaften 2026

Das Rennen beginnt zunächst neutralisiert im Zentrum Ljubljanas. Nach neun Kilometer erfolgt in Šentvid der scharfe Start. Der zunächst überwiegend flache Parcours führt über rund 80 Kilometer durch Škofja Loka und Kranj sowie weiter über Kamnik, Komenda und Klanec. Bei Cerklje na Gorenjskem biegen die Fahrer auf den Rundkurs und fahren erstmals über die Ziellinie in Šenčur. Nun folgen fünf Runden über jeweils 22,1 Kilometer. Jede davon enthält 367 Höhenmeter.

Von Šenčur führt der Rundkurs zunächst in Richtung Norden. Über Olševek geht es nach Tupaliče, wo eine Rechtskurve den Einstieg in den Anstieg nach Možjanca markiert. Auf einer schmalen Straße durch den Wald müssen die Profis 2,1 Kilometer mit durchschnittlich 10,2 Prozent Steigung bewältigen. Die steilsten Stellen erreichen laut Veranstalter 15,8 Prozent. Mit dem Erreichen von Možjanca ist aber dr Kulminationspunkt noch nicht erreicht. Es folgen rund wellige 3,5 Kilometer auf einem Plateau. Eine zirka 900 Meter langer Anstieg mit knapp fünf Prozent Steigung führt zum höchsten Punkt der Runde auf 715 Metern.

Die anschließende Abfahrt führt zunächst steil herunter und verläuft über eine enge Kehre auf eine breitere Straße. Danach geht es zurück ins Tal und auf den letzten sieben Kilometern flach nach Šenčur. Eine enge Rechtskurve biegt auf die Zielgerade ein.

Favoritencheck: Straßenrennen der Männer bei den Rad-Europameisterschaften 2026

Der Parcours spricht für kletterstarke Eintagesfahrer und bergfeste Puncheure, die auch mehrfache Belastungen an steilen Rampen verkraften. Ein Sprint eines großen Feldes erscheint angesichts der fünf Možjanca-Passagen unwahrscheinlich. Offen bleibt aber, ob ein Solist, eine kleine Spitzengruppe oder ein etwas größeres, bereits deutlich dezimiertes Feld auf der Zielgeraden in Šenčur um den EM-Titel kämpft.

Top-Favorit auf den EM-Titel ist Remco Evenepoel (Belgien). Der Kurs gibt ihm Möglichkeiten, sich abzusetzen. Am Anstieg nach Možjanca kann er mit einer längeren Tempoverschärfung entweder die Gruppe verkleinern der gleich als Solist davonfahren. Gelingt es ihm, allein über die Kuppe zu kommen, dürfte der Rückweg einem Fahrer mit seinen Zeitfahrqualitäten entgegenkommen.

Primož Roglič (Slowenien) gehört zu seinen größten Rivalen. Generell hat Gastgeber Slowenien mit Matej Mohorič und Jakob Omrzel weitere Fahrer, die auf Sieg fahren können. Ebenfalls mit einem starken Team steht Italien am Start. Wie schon bei der WM sind Giulio Ciccone, Giulio Pellizzari und Christian Scaroni die Fahrer, die es zu beobachten gilt.  Daneben gehören noch Juan Ayuso (Spanien) sowie die beide Franzosen Romain Grégoire und Kévin Vauquelin zum erweiterten Favoritenkreis.

Gespannt darf man auf Mads Pedersen sein. Der Däne muss darauf hoffen, dass die stärkeren Bergfahrer sich öfters anschauen und sich so gegenseitig neutralisieren. Allerdings werden Evenepoel & Co. wohl nicht den gleichen Fehler machen wie noch bei der WM.

Foto: IMAGO / Photo News