Start Profi-Sport Vorschau Amstel Gold Race 2026: Strecke & Favoriten

Vorschau Amstel Gold Race 2026: Strecke & Favoriten

Übersicht

Die Ardennenklassiker beginnen in diesem Jahr mit einer Jubiläumsausgabe. Das Amstel Gold Race wird am Sonntag, 19. April, zum 60. Mal ausgetragen. Neuerungen am Streckenverlauf sind rudimentär. 257,2 Kilometer gespickt mit 33 Anstiegen warten auf die Profis. Los geht es in Maastricht, entschieden wird das Rennen erneut in Berg en Terblijt kurz hinter dem Cauberg. Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr sind minimal.

Am Start stehen wird unter anderem Vorjahressieger Mattias Skjelmose (Lidl–Trek). Der Däne lieferte sich im Finale 2025 ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Tadej Pogacar (UAE Team Emirates XRG) und Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-Hansgrohe). Während Pogačar erst eine Woche später bei Lüttich-Bastogne-Lüttich starten wird, zählt Evenepoel nach seiner starken Vorstellung bei der Flandern-Rundfahrt zu den Top-Favoriten bei Amstel. Voraussichtlich wird mit Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5) ebenfalls ein ein ehemaliger Amstel-Sieger am Start stehen. Sofern der Brite sich von seinen Sturzverletzungen, die er sich bei der Valencia-Rundfahrt zugezogen hat, erholt hat, ist er ebenfalls zum engeren Favoritenkreis zu zählen.

Die Strecke des Amstel Gold Race 2026

Vom Start in Maastricht aus führt die Strecke das Feld zunächst nordwärts durch Limburg, ehe die Profis in der Nähe von Sittard wieder Kurs auf das Epizentrum des Amstel Gold Race nehmen. Schon früh im Rennen warten mit Maasberg, Bergseweg, Korenweg und Nijswillerweg die ersten Anstiege.

Ab Rennkilometer 110 wird das Profil jedoch deutlich anspruchsvoller: Mehrere längere Kletterpartien stehen auf dem Programm, darunter der Camerig sowie der Anstieg zum Dreiländereck in Vaals, inklusive eines kurzen Abstechers über belgisches Terrain. Danach folgen unter anderem Gulperberg, Plettenberg und Eyserweg. Nach dieser Serie anspruchsvoller Anstiege – rund 100 Kilometer vor dem Ziel – könnte bereits eine Vorentscheidung fallen oder zumindest erste Helfer entscheidend Kräfte lassen. Die kurzen, steilen Rampen, die ständigen Rhythmuswechsel und die vielen Richtungswechsel fordern das Feld schon früh.

Rund 85 Kilometer vor dem Ziel steht für die Profis die erste Überquerung des Caubergs an, gefolgt von der ersten Zielpassage. Anschließend warten Geulhemmerberg und Bemelerberg, bevor das Feld ein weiteres Mal in die zweite, besonders selektive Welle eintaucht: Loorberg, Gulperberg, Kruisberg, Eyserbosweg, Fromberg und Keutenberg reihen sich hier aneinander. Erst danach geht es zurück in Richtung Valkenburg, wo der Cauberg zum zweiten Mal erreicht wird. Nach der zweiten Cauberg-Überfahrt und der zweiten Zielpassage verbleiben noch 19,9 Kilometer bis ins Ziel.

Entscheidung am Cauberg?

Im Finale folgen in rascher Abfolge erneut Geulhemmerberg und Bemelerberg, ehe der Cauberg ein drittes und letztes Mal zur Schlüsselstelle wird. Auffällig ist 2026 vor allem seine noch größere Nähe zum Ziel. Laut Roadbook liegt die finale Überfahrt nur 1,7 Kilometer vor der Ziellinie. Wer die Kuppe mit einem kleinen Vorsprung erreicht, hat daher deutlich bessere Chancen, seine Führung bis ins Ziel zu verteidigen. Das eröffnet explosiven Kletterern sowie bergfesten Puncheuren mehr Möglichkeiten auf den Sieg.

  • 1. Maasberg | 0,3 Kilometer bei 5,1 Prozent | Rennkilometer 13,2 | 244,0 Kilometer vor Ziel
  • 2. Bergseweg | 2,5 Kilometer bei 3,3 Prozent | Rennkilometer 49,6 | 207,6 Kilometer vor Ziel
  • 3. Korenweg | 0,9 Kilometer bei 4,7 Prozent | Rennkilometer 51,4 | 204,8 Kilometer vor Ziel
  • 4. Nijswillerweg | 1,3 Kilometer bei 2,7 Prozent | Rennkilometer 58,6 | 200,6 Kilometer vor Ziel
  • 5. Rijksweg N278 | 3 Kilometer bei 2,9 Prozent | Rennkilometer 67,2 | 190,0 Kilometer vor Ziel
  • 6. Wolfsberg | 0,9 Kilometer bei 3,4 Prozent | Rennkilometer 86,9 | 170,3 Kilometer vor Ziel
  • 7. Loorberg | 1,4 Kilometer bei 5,3 Prozent | Rennkilometer 90,5 | 166,7 Kilometer vor Ziel
  • 8. Schweibergerweg | 2, 3 Kilometer bei 4,6 Prozent | Rennkilometer 103 | 154,2 Kilometer vor Ziel
  • 9. Camerig | 3,7 Kilometer bei 4,2 Prozent | Rennkilometer 110,7 | 146,5 Kilometer vor Ziel
  • 10. Drielandenpunt | 3 Kilometer bei 3,8 Prozent | Rennkilometer 121,3 | 153,9 Kilometer vor Ziel
  • 11. Gemmenich | 0,9 Kilometer bei 6 Prozent | Rennkilometer 124,5 | 132,7 Kilometer vor Ziel
  • 12. Vijlenerbos | 1,4 Kilometer bei 5,5 Prozent | Rennkilometer 128,7 | 126,5 Kilometer vor Ziel
  • 13. Eperheide | 2,4 Kilometer bei 4,7 Prozent | Rennkilometer 137,1 | 120,1 Kilometer vor Ziel
  • 14. Gulperberg (Bergweg) | 0,5 Kilometer bei 9,8 Prozent | Rennkilometer 145,2 | 112,0 Kilometer vor Ziel
  • 15. Plettenberg | 1 Kilometer bei 3,5 Prozent | Rennkilometer 149,4 | 107,8 Kilometer vor Ziel
  • 16. Eyserweg | 2 Kilometer bei 4,6 Prozent | Rennkilometer 152,7 | 104,5 Kilometer vor Ziel
  • 17. Schanternelsweg | 1,4 Kilometer bei 5,2 Prozent| Rennkilometer 155,5 | 101,7 Kilometer vor Ziel
  • 18. Vrakelberg | 0,5 Kilometer bei 7,6 Prozent | Rennkilometer 160,2 | 97,0 Kilometer vor Ziel
  • 19. Sibbergrubbe | 1,8 Kilometer bei 4 Prozent | Rennkilometer 169,3 | 87,9 Kilometer vor Ziel
  • 20. Cauberg | 0,8 Kilometer bei 6,6 Prozent | Rennkilometer 172,8 | 84,4 Kilometer vor Ziel
  • 21. Geulhemmerberg | 0,7 Kilometer bei 6,6 Prozent | Rennkilometer 177,4 | 79,8 Kilometer vor Ziel
  • 22. Keerderberg | 1,8 Kilometer bei 3,6 Prozent | Rennkilometer 184,7 | 72,5 Kilometer vor Ziel
  • 23. Bemelerberg | 1 Kilometer bei 4,4 Prozent | Rennkilometer 187,9 | 69,3 Kilometer vor Ziel
  • 24. Loorberg | 1,4 Kilometer bei 5,3 Prozent | Rennkilometer 203,7 | 53,5 Kilometer vor Ziel
  • 25. Gulperberg | 0,9 Kilometer bei 5,5 Prozent | Rennkilometer 210,4 | 46,8 Kilometer vor Ziel
  • 26. Kruisberg | 0,7 Kilometer bei 7,3 Prozent | Rennkilometer 215,0 | 42,2 Kilometer vor Ziel
  • 27. Eyserbosweg | 1,1 Kilometer bei 7,6 Prozent | Rennkilometer 217,2 | 40,0 Kilometer vor Ziel
  • 28. Fromberg | 1,7 Kilometer bei 3,8 Prozent | Rennkilometer 221,8 | 35,4 Kilometer vor Ziel
  • 29. Keutenberg | 1,6 Kilometer bei 5,2 Prozent | Rennkilometer 225,9 | 31,3 Kilometer vor Ziel
  • 30. Cauberg | 0,8 Kilometer bei 6,6 Prozent | Rennkilometer 235,6 | 21,6 Kilometer vor Ziel
  • 31. Geulhemmerberg | 0,7 Kilometer bei 6,6 Prozent | Rennkilometer 240,2 | 17,0 Kilometer vor Ziel
  • 32. Bemelerberg | 1 Kilometer bei 4,4 Prozent | Rennkilometer 247,0 | 10,2 Kilometer vor Ziel
  • 33. Cauberg | 0,8 Kilometer bei 6,6 Prozent | Rennkilometer 255,5 | 1,7 Kilometer vor Ziel

Favoriten auf den Sieg beim Amstel Gold Race 2026

Schaut man auf die Startliste der 60. Austragung des Amstel Gold Race, sticht ein Name hervor. Es ist nicht Mattias Skjelmose (Lidl–Trek) mit der Startnummer 1, sondern Remco Evenepoel. Der Belgier hat bereits ein starkes Frühjahr hinter sich und zeigte zuletzt im Baskenland wie auch besonders bei der Flandern-Rundfahrt seine Klasse. In Abwesenheit von Tadej Pogačar ist Evenepoel der Top-Favorit. Einzig sein Team ist im Vergleich zu Flandern nicht an jeder Position topbesetzt.

Dahinter gibt es mehrere Fahrer, die sich Chancen aufs Podium ausrechnen dürfen. Skjelmose ist einer davon. Genauso aber auch Ben Healy (EF Education-EasyPost), der 2023 beim Amstel Gold Race Zweiter hinter einem gewissen Tadej Pogačar wurde. Auch Skjelmoses Teamkollege Quinn Simmons ist ein Fahrer, dem das Geläuf in Südlimburg durchaus liegt. Er könnte eine taktische Option sein. Auch einige andere Teams werden mit Doppelsitzen ins Rennen gehen: Ineos Grenadiers mit Kevin Vauquelin und Axel Laurance, Bahrain Victorious mit Pello Bilbao und Matej Mohorič.

Startet Tom Pidcock bei Amstel Gild Race 2026?

Hinter anderen starken Fahrern stehen wiederum Fragezeichen, da sie nach einer Verletzung erst beim Amstel wieder in den Rennbetrieb einsteigen oder direkt aus dem Trainingslager kommen. Zu Ersteren zählen beispielsweise Tom Pidcock, der sich in Katalonien am Knie verletzte,und  Benoît Cosnefroy (UAE Team Emirates XRG), der die Flandern-Rundfahrt aufgeben musste. Zu Letzteren Matteo Jorgenson, der zuletzt bei Mailand-Sanremo am Start war und nun die Ardennen-Klassiker bestreitet. Sein Team hat allerdings mit Ben Tulett noch eine weitere Option.

Auch Fahrer wie Alex Aranburu (Cofidis), der zuletzt im Baskenland eine Etappe gewann, haben durchaus Außenseiterchancen aufs Podium.

Gespannt darf man auf Tibor Del Grosso (Alpecin-Premier Tech) sein. Der junge Niederländer gewann vor rund zwei Wochen die NXT Classic, besser bekannt als Hel van het Mergelland, und brennt auf eine Ardennenkampagne. An seiner Seite fährt Emiel Verstrynge, der im Baskenland einen sehr starken Eindruck hinterließ und in der Vergangenheit in den Ardennen immer gut fuhr.

Foto: IMAGO / Belga