Start Profi-Sport Wout van Aert gewinnt Paris-Roubaix 2026

Wout van Aert gewinnt Paris-Roubaix 2026

Übersicht

Wout van Aert ( Team Visma | Lease a Bike ) hat Paris-Roubaix 2026 gewonnen. Der Belgier schlug im Zweier-Sprint auf der Radrennbahn in Roubaix nach 258,3 Kilometern Weltmeister Tadej Pogačar ( UAE Emirates XRG ). Dritter wurde Jasper Stuyven (Soudal-Quick Step ), der den Sprint der Verfolger gewann. Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) wurde Vierter. Für Wout van Aert war es das allererste Kopfsteinpflaster-Monument in seiner Karriere.

Pogačar und van Aert gehörten zu einer sieben Mann starken Spitzengruppe, die sich nach dem Wald von Arenberg gebildet hatte. Dort erlitt Mathieu van der Poel einen Defekt, der ihn um mehr als zwei Minuten zurückwarf. Rund 50 Kilometer vor dem Ziel setzten sich Pogacar und van Aert von ihren Verfolgern ab, zu denen unter anderem auch Mads Pedersen (Lidl-Trek) gehörte, und machten den Sieg im direkten Duell unter sich aus. Van der Poel (Alpecin-Premier Tech) kämpfte sich zwischenzeitlich noch bis auf 22 Sekunden heran, konnte die Lücke am Ende jedoch nicht mehr schließen.


So verlief Paris-Roubaix 2026

Eine klassische Ausreißergruppe gab es in diesem Jahr nicht. Zwar versuchten es immer wieder Fahrer, doch niemand konnte sich absetzen. Die erste brenzlige Situation gab es, als es bei Schiebekannte zu einem Split im Peloton kam. Doch Alpecin-Premier Tech konnte die alte Ordnung schnell wieder herbeiführen.

Frühe Aufholjagd von Tadej Pogačar

Vor den ersten Kopfsteinpflasterpassagen begannen aber schon die ersten kleinen Dramen. Mads Pedersen musste bereits früh nach einem Platten stoppen, wenig später traf es auch Wout van Aert. Den schwersten Job hatte allerdings Tadej Pogačar: Rund 120 Kilometer vor dem Ziel zwang ihn ein Defekt erst auf ein neutrales Rad und danach zu einem weiteren Radwechsel. Mit Hilfe seiner Mannschaft arbeitete sich der Weltmeister aber vor dem Wald von Arenberg wiede an die Spitze des Pelotons. rechtzeitig wieder nach vorn.

Doppelter Defekt von Mathieu van der Poel im Wald von Arenberg

Zu Beginn des Trouée d’Arenberg lag van Aert bestens platziert an der Spitze, direkt dahinter Mathieu van der Poel. Doch der dreimalige Roubaix-Sieger hatte ausgesprochenes Pech: Nach einem Vorderaddefekt missglückte der Radtausch mit Jasper Philipsen. Mit dem neuen Ersatzvorderrad seines Teamkollegen Tibor Del Grosso hatte er erneut „platt“. Den Wald von Arenberg verließ van der Poel mit einem Rückstand von mehr als zwei Minuten auf die Führenden.

Dies war eine siebenköpfige Spitzengruppe mit Tadej Pogačar, Wout van Aert, Mads Pedersen (Lidl-Trek), Christophe Laporte, Stefan Bissegger (Decathlon CMA CGM), Laurence Pithie (Red Bull-Bora-Hansgrohe) und Jasper Stuyven.

Erneute Platten für van Aert und Pogačar

Danach nahm das Rennen an Dramatik weiter Fahrt auf.  Pogačar musste im weiteren Verlauf noch einmal das Rad wechseln, kurz darauf erwischte es auch van Aert. Dazu kam wiederholtes Pech für Filippo Ganna, der mehrfach durch Defekte und später auch durch einen Sturz zurückgeworfen wurde.

Vorne formierte sich zwischenzeitlich eine neunköpfige Spitzengruppe – Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) und Jordi Meeus (Red Bull-Bora-Hansgrohe) waren dazugestoßen. Pogačar musste im weiteren Verlauf noch einmal das Rad wechseln, kurz darauf erwischte es auch van Aert. Dazu kam wiederholtes Pech für Filippo Ganna, der mehrfach durch Defekte und später auch durch einen Sturz zurückgeworfen wurde Je näher der schwere Pave-Sektor Mons-en-Pévèle rückte, desto härter wurde ausgesiebt.

Mathieu van der Poel mit furioser Aufholjagd

Van der Poel startete derweil eine beeindruckende Aufholjagd und konnte den Rückstand verkürzen.Die eigentliche Entscheidung fiel dann gut 50 Kilometer vor dem Ziel. Mathieu van der Pol lag vor dem Auf dem Sektor Auchy-lez-Orchies à Bersée nur noch etwas mehr als eine halbe Minute mit seiner Gruppe hinter den Führenden zurück. Auf dem Pflaster ging van Aert in die Offensive. Pogačar ging mit, Pedersen konnte zunächst noch folgen, musste dann aber reißen lassen.

Tadej Pogačar und Wout van Aert als Duo an der Spitze

Das Duo Pogačar und van Aert fuhr mit einer halben Minute Vorsprung in den Pflasterabschnitt Mons-en-Pévèle, während van der Poel hinter ihnen mit aller Macht versuchte, zusammen mit den übrigen Verfolgern doch noch einmal nach vorn zu kommen. Aber ohne Erfolg.

Im Finale versuchte Pogačar immer wieder, van Aert auf den letzten schweren Sektoren zu zermürben. Am Carrefour de l’Arbre attackierte der Slowene erneut, doch van Aert blieb dran. Auch auf den verbleibenden Kopfsteinpflasterstücken fand Pogačar keinen entscheidenden Abstand. Dahinter organisierte sich die Verfolgergruppe mit van der Poel, Pedersen, Laporte, Stuyven, Bissegger und Mick van Dijke, kam aber nicht mehr ganz heran.

Im Velodrom von Roubaix zog Pogačar den Sprint von vorn an, doch van Aert ging auf der letzten halben Runde vorbei und gewann Paris-Roubaix 2026 nach 258,3 Kilometern in 5:16:52 Stunden. Für den Belgier war es der erste Sieg bei Paris-Roubaix und zugleich sein erstes Kopfsteinpflaster-Monument-Erfolg. Pogačar wurde wie im Vorjahr Zweiter, Stuyven komplettierte das Podium. Van der Poel rettete nach seinem Arenberg-Drama noch Rang vier.

Ergebnis Paris-Roubaix 2026

1 – Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike) 5:16:52
2 – Tadej Pogačar (UAE Team Emirates – XRG) s. t.
3 – Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step) + 0:13 Minuten
4 – Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) + 0:15 Minuten
5 – Christophe Laporte (Team Visma | Lease a Bike) s. t.
6 – Mick van Dijke (Red Bull-Bora-Hansgrohe) s. t.
7 – Mads Pedersen (Lidl – Trek) s. t.
8 – Stefan Bissegger (Decathlon CMA CGM Team) + 0:20 Minuten
9 – Nils Politt (UAE Team Emirates – XRG) + 2:36 Minuten
10 – Mike Teunissen (XDS Astana Team) + s. t.

Fotos: Photonews.be