Start Profi-Sport Mathieu van der Poel gewinnt in Hulst seinen 8. Weltmeister-Titel im Cyclocross

Mathieu van der Poel gewinnt in Hulst seinen 8. Weltmeister-Titel im Cyclocross

Übersicht

Der Niederländer Mathieu van der Poel hat mit seinem Sieg bei den Cyclocross-Weltmeisterschaften 2026 in Hulst Geschichte geschrieben. Er holte sich seinen insgesamt achten Weltmeistertitel und ist damit alleiniger Rekordhalter vor Erik De Vlaeminck, der auf sieben Titel kommt. Der Alpecin-Premier Tech-Profi setzte sich bereits in der zweiten Runde ab und fuhr ungefährdet zu seinem insgesamt 13. Saisonsieg.

Spannend war der Kampf um Platz zwei zwischen dem Niederländer Tibor Del Grosso und dem Belgier Thibau Nys. In der sechsten von acht Runden setzte sich Nys ab und es sah schon nach einer Vorentscheidung bei Kampf um Platz zwei aus. Doch bei einsetzendem Regen kam Del Grosso wieder heran und konnte sich in der Schlussrunde absetzen und sich Silber sichern. Nur ein Jahr nach der Niederländer aus dem Alpecin-Premier Tech U23-Weltmeister wurde.

Rennbericht: So verlief die Cyclocross-Weltmeisterschaft der Männer 2026

Direkt nach dem Start kristallisierte sich das erwartete Spitzentrio heraus. Mathieu van der Poel, Tibor Del Grosso und Thibau Nys bogen als Erste ins Gelände ein. Hinter ihnen riss sofort eine Lücke. Zunächst machte Del Grosso Tempo, doch nach wenigen Minuten übernahm der Weltmeister und machte Druck. Nys musste kurzzeitig abreißen lassen, Del Grosso konnte folgen.

Noch vor Ende der ersten Runde war Nys wieder zurück und schob sich auf Rang zwei. Die Hoffnung auf einen offenen Kampf um das Regenbogentrikot hielt sich allerdings nicht lange. Van der Poel setzte sich erneut ab. Nach zwei von acht Runden lag er bereits rund zehn Sekunden vor Nys und Del Grosso.

Van der Poel früh als Solist unterwegs

Am Ende der dritten Runde wuchs der Vorsprung des Titelverteidigers auf 29 Sekunden an. Vor dem Youngster-Duo Nys und Del Grosso lag er deutlich in Führung. Dahinter entstand eine Verfolgergruppe, in der sich unter anderem Joris Nieuwenhuis, Toon Aerts und Michael Vanthourenhout befanden. Der Spanier Felipe Orts Lloret arbeitete sich nach einem schwachen Start wieder nach vorn.
An der Spitze blieb es beim gewohnten Bild: Mathieu van der Poel baute als Solist kontrolliert seinen Vorsprung aus, während Nys und Del Grosso in Sichtweite zueinander die Plätze zwei und drei absicherten.

Harter Fight um Silber

Erst in der sechsten Runde kam im Kampf um Silber Bewegung hinein. Del Grosso geriet kurz unter Druck und ließ eine kleine Lücke zu Nys entstehen. Bei noch zwei zu fahrenden Runden betrug der Abstand etwa vier Sekunden. In der siebten Runde konnte Del Grosso bei einsetzendem Regen jedoch wieder aufschließen.
Die Entscheidung um Silber fiel an einer steilen Passage, an der Nys im Rennverlauf wiederholt nicht „durchfahren” konnte. Del Grosso nutzte den Moment, setzte sich entscheidend ab und sicherte sich Platz zwei. Nys sagte später im Interview, dass er beim einsetzenden Regen ufgrund seiner Reifenwahl Probleme bekam.

Ergebnis der Cyclocross-Weltmeisterschaften 2026 in Hulst

1. Mathieu van der Poel (Niederlande) 1:00:25 Stunden
2. Tibor Del Grosso (Niederlande) + 35 Sekunden
3. Thibau Nys (Belgien) + 46 Sekunden
4. Joris Nieuwenhuis (Niederlande) + 55 Sekunden
5. Fillipo Fontana (Italien) s.t.

Foto: Photonews.be