Start Profi-Sport Vorschau Tirreno–Adriatico 2026: Strecke und Etappen

Vorschau Tirreno–Adriatico 2026: Strecke und Etappen

Übersicht

Das WorldTour-Etappenrennen Tirreno-Adriatico findet vom 9. bis 15. März 2026 statt. Das prestigeträchtige Rennen zwischen den Meeren startet mit einem Einzelzeitfahren in Lido di Camaiore am Tyrrhenischen Meer und endet nach sieben Etappen und knapp 1.170 Kilometern traditionell in San Benedetto del Tronto an der Adria. Insgesamt werden die Profis 15.550 Höhenmeter absolvieren – rund 1.100 mehr als noch 2025.

Der Rennveranstalter RCS hat eine Ausgabe ohne echte Bergankunft präsentiert. Stattdessen gibt es mehrere sehr lange und anspruchsvolle, hügelige Etappen mit jeweils knapp 4.000 Höhenmetern. Ein Highlight ist das Finale auf Schotter zur Etappenankunft in San Gimignano in der Toskana.

Alpecin Cycling stellt jede der sieben Etappen mit Höhenprofil und Streckenkarte vor.

1. Etappe | Lido di Camaiore – Lido di Camaiore | 11,5 km

Wie schon in den Vorjahren eröffnet ein vollkommen flaches Einzelzeitfahren in Lido di Camaiore Tirreno Adriatico. Der 11,5 Kilometer lange Kapf gegen di Uhr besteht aus zwei fast vollständig identisch geraden Hin- und Rückstrecken entlang der Küste von Camaiore und Viareggio, mit nur wenigen Kurven und einem Wendepunkt. Diese Kehrtwende bei Kilometer 5,0 in Fiumetto markiert die Zwischenzeitmessung. Die Rückfahrt führt direkt zurück nach Lido di Camaiore, wo eine leichte S-Kurve in den letzten Kilometer mündet.

2. Etappe | Camaiore – San Gimignano | 206 km | 2.300 hm

Die zweite Etappe startet in Camaiore, einer Stadt in der Toskana, die bereits unzählige Male Teil des Tirreno-Adriatico und des Giro d’Italia war. Die Strecke führt zunächst flach Richtung Pisa und Livorno, verlässt dann bei Cecina die Küste und dreht landeinwärts nach Pomarance, wo die Sprintwertung stattfindet. Wenige Kilometer später erwartet die Fahrer mit dem Anstieg zum Castelnuovo Val di Cecina die erste Bergwertung dieser Rundfahrt. Über 9,7 Kilometer klettern die Fahrer mit einer durchschnittlichen Steigung von 3,3 Prozent. Auf den nächsten rund 60 Kilometern bis ins Ziel bleibt es wellig und anspruchsvoll. Der 206 Kilometer lange Tagesabschnitt endet mit einer Mini-Strade-Bianche-Passage. Das Finale in die Stadt mit den vielen Türmen führt über eine 5,3 Kilometer lange Schotterpiste bergauf mit Rampen von bis zu 15 Prozent ins Ziel. Von dort folgt ein letzter, steiler Anstieg: 1,3 Kilometer mit sieben Prozent Steigung hinauf in die beeindruckende, mittelalterliche Altstadt.

3. Etappe | Cortona – Magliano de’ Marsi | 225 km | 1.850 hm

Die mit 225 Kilometern längste Etappe von Tirreno-Adriatico 2026 sieht auf dem Papier uninteressant aus. Sie führt von Cortona in südöstlicher Richtung nach Magliano de’ Marsi. Nach 83 Kilometern folgt ein kurzer Anstieg zur ersten und einzigen Bergwertung. Der Zwischensprint wird bei Kilometer 158 in Quattrostrade ausgetragen. Allerdings verlaufen die finalen 40 Kilometer zum Ziel wellig, was angesichts der bis dahin absolvierten Distanz von über 180 Kilometern zu Angriffen einlädt. Die Fahrer müssen ihre letzten Reserven investieren, wenn sie auf der Zielgeraden mit einer durchschnittlichen Steigung von rund drei Prozent um den Sieg sprinten wollen.

4. Etappe | Tagliacozzo – Martinsicuro | 210 km | 2.500 hm

Der vierte Tagesabschnitt führt von Tagliacozzo in den Abruzzen durch den Apennin über L’Aquila an die Adria nach Martinsicuro. Die Fahrer sitzen erneut für mehr als 200 Kilometer im Sattel. Die erste Rennhälfte ist geprägt von zwei längeren Anstiegen, Ovindoli und Valico delle Capannelle, gefolgt von einer langen Abfahrt in Richtung Teramo. Die letzten 50 Kilometer der Etappe zeichnen sich durch eine Abfolge von steilen Anstiegen und kurzen Rampen aus. Zunächst geht es nach Castellalto mit Steigungen von rund 12 Prozent. Dann Mosciano Sant’Angelo und schließlich, 12 Kilometer vor dem Ziel, der Anstieg nach Tortoreto mit einer Steigung von 20 Prozent im letzten Teil. Über eine kurze Abfahrt gelangen die Profis auf die letzten acht Kilometer, die entlang der Küste bis zum Ziel führen. .

5. Etappe | Marotta–Mondolfo – Mombaroccio | 186 km | 3.900 hm

Gemessen an Länge und Höhenmetern ist die fünfte Tagesetappe die schwerste bei diesem Tappenrennen. Auf den 186 Kilometern zwischen dem Startort Marotta–Mondolfo und dem Ziel in Mombaroccio summieren sich 3.900 Höhenmeter. Es gibt keine lange Steigung, dafür ist die Strecke sehr wellig – besonders in der zweiten Rennhälfte. Im Höhenprofil lassen sich mehr als zehn Anstiege finden, einige davon sind als Bergwertungen klassifiziert. Von Marotta aus führt die Strecke durch Mondolfo und nimmt dann eine Reihe von Anstiegen im Gebiet des Flusses Metauro in Angriff, darunter Villa del Monte und Monterolo.

Den höchsten Anstieg des Tages, den 628 Meter hohen Monte delle Cesane, erreichen die Fahrer zur Rennmitte. Auf den ersten Kilometern liegen die Steigungsprozente bei rund 15 Prozent. Über Saltara und Cartoceto geht es nach rund 140 Rennkilometern hoch zum Monte della Mattera und wenige Kilometer später in Mombaroccio auf eine 21,6 Kilometer lange Zielrunde, die zweimal absolviert werden muss. Der Parcours führt über mehrere wellige Abschnitte und den sehr anspruchsvollen Anstieg zum Santuario del Beato Sante. Die zweite Überfahrt erfolgt rund 1.500 Meter vor dem Ziel. Nach einer kurzen Abfahrt führen die letzten 300 Meter dann leicht bergauf ins Ziel.

6. Etappe | San Severino Marche – Camerino | 189 km | 3.900 hm

Die letzte Möglichkeit, die Gesamtwertung noch zu beeinflussen, bietet sich auf der sechsten Etappe von San Severino Marche nach Camerino. Zum Ende des ersten Drittels müssen die Fahrer den bekannten Sassotetto-Anstieg bezwingen, der schon oft bei Tirreno-Adriatico Ziel einer Bergwertung war. Nach der Abfahrt hinunter nach San Lorenzo di Lago führt die Etappe stark hügelig weiter und mündet in Camerino in einen Finalkurs. Die 29,1 km lange Runde, die die Profis zweimal absolvieren müssen, ist mit drei Anstiegen sehr anspruchsvoll. Besonders die finalen drei Kilometer des letzten Anstiegs, die Muro della Madonna delle Carceri, weisen Steigungen von bis zu 18 Prozent auf und begünstigen kletterstarke Puncheure sowie explosive Berg- und GC-Fahrer.

7. Etappe | Civitanova Marche – San Benedetto del Tronto | 143 km | 1.100 hm

Wo, wenn nicht in San Benedetto del Tronto, könnte Tirreno-Adriatico enden? Der Ort an der Adria ist auch 2026 das Ziel der Finaletappe, die 143 Kilometer früher in Civitanova Marche beginnt. Der Tagesabschnitt, der zum größten Teil an der Adriaküste entlangläuft, ist im ersten Teil leicht hügelig und verläuft auf den letzten 80 Kilometern komplett flach. Nach dem Start führt die Etappe durch das Aso-Tal ins Landesinnere und steigt nach Montefiore dell’Aso an. Nach einer kurzen Abfahrt verläuft die Strecke über einen Anstieg nach Ripatransone. Über eine lange Abfahrt erreichen die Profis Grottammare, von wo aus sie auf eine 15 Kilometer lange Zielrunde in San Benedetto del Tronto einbiegen. Diese Runde, die auf breiten, geraden Straßen verläuft, wird fünf Mal gefahren, ehe der letzte Etappensieger des Rennens zwischen den Meeren 2026 feststeht.

Alle 24 Rad-Teams bei Tirreno–Adriatico 2026

18 UCI WorldTeams

  • Alpecin-Premier Tech
  • Bahrain Victorious
  • Decathlon CMA CGM Team
  • EF Education-Easypost
  • Groupama-FDJ United
  • Ineos Grenadiers
  • Lidl-Trek
  • Lotto Intermarché
  • Movistar Team
  • NSN Cycling Team
  • Red Bull – Bora – Hansgrohe
  • Soudal Quick-Step
  • Team Jayco Alula
  • Team Picnic Postnl
  • Team Visma | Lease a Bike
  • UAE Team Emirates XRG
  • Uno-X Mobility
  • XDS Astana Team

2 UCI ProTeams – per Ranking qualifiziert

  • Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team
  • Tudor Pro Cycling Team

4 Wild Cards

  • Bardiani CSF 7 Saber
  • Caja Rural-Seguros RGA
  • Solution Tech Nippo Rali
  • Team Polti Visit Malta

Offizielle Webseite: www.tirrenoadriatico.it/en/

Karte & Profile: RCS Sport

Foto: Stefan Rachow