Interview mit Jörg Ludewig: „Neue Ziele stecken mit der Alpecin Cycing Challenge“

02.04.2020

Ex-Profi Jörg Ludewig und Head of Sportmarketing bei Alpecin erklärt im Interview, was hinter der Alpecin Cycling Challenge für Hobbysportler steckt und warum auch das Jedermann-Team von Alpecin in den nächsten Wochen „digital indoor“ trainiert.

Wie sind Sie auf die Idee zur Alpecin Cycling Challenge gekommen?

Nun ja, wir mussten uns ja überlegen, was wir in der jetzigen Situation mit unserem Jedermann-Team machen. Wir haben 14 Hobbysportler aus fünf Ländern ausgewählt, denen wir die Saison ihres Lebens ermöglichen wollten. Dazu zählten Teampräsentation in Bielefeld, Trainingslager in Kaltern am See in Südtirol und die Teilnahme an einigen Jedermann-Veranstaltungen. Vieles davon wird aktuell so ja leider analog nicht stattfinden können … Aber wir möchten, dass die ausgewählten Teamfahrer trainieren, sich fit halten und doch etwas aus dieser Saison mitnehmen können, bei all den widrigen Umständen. Daher haben wir zusammen mit Björn Geesmann von STAPS – unserem Coaching Partner – überlegt, wie wir das am besten umsetzen können. So entstand die Idee, erst einmal nur ‚digital‘ zu trainieren.

Diese Möglichkeit bieten Sie jetzt aber nicht nur Ihrem Team, sondern allen Rennradbegeisterten…

Ja genau; das ist richtig. Wir haben überlegt: Wie können wir der Community der begeisterten Rennradfahrer einen Mehrwert bieten und sie teilhaben lassen? Es bewerben sich bei uns mehre tausend begeisterte Hobbyradsportler fürs Team Alpecin. Und diese stehen ja jetzt alle vor der gleichen Herausforderung, wie übrigens auch die Profis: Wie motiviere ich mich, wie halte ich mich fit? Wir können zwar keine Antworten darauf geben, ob und wann wieder Jedermann-Rennen in dieser Saison stattfinden. Wir können aber unseren Beitrag dazu leisten, dass die Menschen ihren Spaß und die Freude am Radfahren behalten. Da sind wir auf die Idee gekommen, das Motto unseres Jedermann-Teams für 2020 „next level you“ einfach in die Breite zu tragen. Das bedeutet, dass jeder Hobbyfahrer, wenn er Lust hat, bei der Alpecin Cycling Challenge mitmachen kann. Hier geht es letztendlich darum, in einem Zeitraum von drei Monaten fitter und leistungsfähiger zu werden. Das ist auch die Challenge beziehungsweise das erste Saisonziel für unsere eigenen Jedermänner in diesem Jahr. Denn Ziele verändern sich nun mal in dieser Zeit.

Wie genau läuft die Alpecin Cycling Challenge ab?

Am 15. April werden alle, die Lust haben, gemeinsam einen Leistungstest auf der Rolle fahren. Wir werden das in den sozialen Medien live übertragen, unsere Teamfahrer hinzuschalten und allen genau erklären, wie ein solcher Leistungstest abläuft und natürlich auch, was man letztendlich mit dem Ergebnis anfängt. Im Anschluss daran, können sich die Rennradfahrer Trainingspläne herunterladen und dann in den nächsten drei Monaten gezielt an ihrer Form und ihrer Leistungsfähigkeit arbeiten. So wie es im Übrigen auch die Profis tun. Ich habe ja als Eurosport-Kommentator gute Kontakte zu den Athleten und auch zu den Profi-Teams und weiß, dass sie im Endeffekt auch gerade sehr viel auf der Rolle trainieren. Im Übrigen ist es ist es in verschiedenen Ländern gar nicht anders möglich, sich aktiv zu betätigen, da es ja dort ein striktes Ausgangsverbot gibt.

Wir werden das bei unserem Team übrigens auch solange wie nötig digital beziehungsweise indoor machen, aus Gründen des Teamplays. Bei uns sind nämlich Athleten aus Frankreich und Italien in der Equipe, die ja momentan gar nicht draußen trainieren dürfen. Insofern ist es mir schon daran gelegen, dass hier alle an einem Strang ziehen. Ich sehe das aber ehrlich gesagt nicht als Problem, da die Teamfahrer, obwohl sie sich noch nie gesehen haben, jetzt schon im virtuellen Raum interagieren und trainieren.

Glauben Sie persönlich, dass Jahr ihre Hobbysportler in diesem Jahr noch ein Rennen draußen bestreiten werden?

Das liegt nicht an mir, das zu entscheiden. Es gibt zurzeit viel viel Wichtigeres auf der Welt zurzeit. Rettungs- und Einsatzkräfte arbeiten auf Hochtouren, da kann niemand ernsthaft erwarten, dass sie im Sommer am Straßenrand stehen und bei einem Hobbyrennen die Straße sperren oder Erste Hilfe leisten. Sollte es doch die Möglichkeit geben, dass in der zweiten Jahreshälfte Jedermann-Rennen stattfinden, dann werden wir sicher versuchen, dass unsere Jedermänner dort gemeinsam in die Pedale treten. Bis dahin aber wollen wir sie fit halten und ihre Form verbessern.

Foto: Robin Holtkamp

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