Valepp-Runde – kulinarische Genusstour und ein Schmankerl fürs Auge Claudia Beitsch

Local Loops
25.08.2020

Claudia Beitsch – besser bekannt unter „cloodi out of rosenheim“ – war 2013 Mitglied im Jedermann-Team von Alpecin. „Cloodi“ finishte als Rennrad-Rookie in ihrer ersten echten Rennrad-Saison den Ötztaler Radmarathon bei strömendem Regen nur knapp vor dem Besenwagen. Doch seit dieser eindrucksvollen Saison ist die Rosenheimerin dem Team Alpecin eng verbunden und kennt rund um Rosenheim jedes Sträßchen.

„Jeder, der aus dem Raum  Rosenheim kommt und das Rennradeln liebt, wird sicher schon einmal die Valepp-Runde gefahren sein. Jeder fährt sie ein wenig anders, aber immer dabei ist natürlich der Weg durchs „Valepp-Tal“. Ich als „Zugereiste“ kannte die Tour nicht, bis mich mal ein einheimischer Rennrad-Spezi mitgenommen hat zum „Valeppen“.

Ich mag die Tour einfach, weil sie landschaftlich ein Traum ist. Im Frühsommer ist’s ne schöne Runde, um zu schauen, ob man schon einigermaßen fit ist. So 120 Kilometer und 1500 Höhenmeter fährt man ja auch nicht einfach antrainiert auf einer Arschbacke. Da wir Menschen ja Belohnungstiere sind gibt es auf der Tour gleich zwei kulinarische Schmankerl -aber dazu später mehr. Beste Zeit für die Tour ist frühestens Mitte bis Ende Juni. Es gibt ja hier nen Haufen Schnee, der sich hartnäckig hält in den Tälern und am Berg. Aber im Juni sollte in der Regel alles schneefrei sein.

Die Tour startet an der Mangfallbrücke am Aicherpark in Rosenheim – kennt eigentlich jeder. Dann geht es Richtung Irschenberg vorbei am Seehamer See. Alles auf kleinen Nebenwegen fernab vom Verkehr. Landschaft genießen, abschalten und einfach pedalieren, ohne groß nachzudenken. Nach 2 Stunden ist es Zeit für eine Kaffee-oder Mittagspause am Tegernsee.

 

 

Je nach Route kann ich das Aran Kaffeehaus direkt am Tegernsee empfehlen. Wer lieber auf Biergarten und Schweinshaxe mit Pommes steht, der sollte sich „Gut Kaltenbrunn“ by Käfer in Gmund am Tegernsee nicht entgehen lassen. Kaffee und Eiswürfel für alle, die noch an ihrer Bikini-Figur arbeiten, haben die aber auch…
Ein traumhafter Ausblick auf den See und bayrische Schmankerl laden jedenfalls zum Verweilen ein. Da muss man den inneren Schweinehund schon bisserl überwinden, damit man sich wieder aufs Rad schwingt anstatt einfach sitzen zu bleiben.

Weiter geht‘s nach Rottach-Egern, rein ins Valepp-Tal und rauf auf die Schlierseer und Spitzingseer Berge.
Die Strecke führt mäßig steil an einem Bach entlang und ist relativ wenig befahren. Nur den Omnibus-Verkehr muss man beachten. Wobei als ich das letzte Mal die Runde gefahren bin, hab ich keinen dieser ominösen „Omi-Busse“ gesehen.
Irgendwann ist die Strecke für den Autoverkehr komplett gesperrt und man kann gechillt, sofern man fit ist, die Berge raufstrampeln und die Landschaft genießen. Es ist nicht arg steil. Man sollte also nicht so ausgepowert sein, wenn man oben an der Albert-Link-Hütte ankommt. Dort wartet nämlich ein besonderes Highlight – karamellisierter Kaiserschmarrn mit Pflaumenkompott.

 

 

Gestärkt geht es weiter zum Spitzingsee und Spitzingsattel bevor die Tour rasant runter nach Neuhaus und Richtung Rosenheim führt. Wer noch nicht genug Kaffee und Kaiserschmarren intus hat, der sollte auf dem Rückweg unbedingt beim legendären Café Winklstüberl ein Stopp einlegen. Begrüßt wird man hier mit dem Spruch an der Kuchentheke „Kuchenstücke unter 300 g sind Kekse“. Und das kann ich definitiv bestätigen – die sind einfach riesig. Und bitte probiert ihre Spezialität – die Bayrisch Creme Torte.

Das war‘s jetzt dann aber mit dem Café-Stopps. Wir sind ja hier zum Radfahren und nicht Kuchen essen.

Die letzten 30 Kilometer führen flach und teilweise auch wieder auf Nebenstraßen nach Rosenheim und man kann es gemütlich ausrollen lassen.“

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