„Mein Rund um Köln“ von TV-Reporter „Lymbo“ Christopher Lymberopoulos

Local Loops
27.08.2020

Christopher Lymberopoulos „is ne Kölsche Jung”, wie man so sagt. Und als solcher liebt er die Stadt und den „Effzeh“ – den dort ansässigen Fußball-Club. Seine Berufung gilt dem Sport besonders dem Fußball. Nach Stationen bei der Sportschau, Ran sowie als Pressesprecher des 1. FC Köln kommentiert er jetzt Fußballspiele auf Sky und berichtet von den großen Golfturnieren. Den kleinen weißen Ball mit möglichst wenig Schlägen zu versenken, gehört ebenso zu seinen Leidenschaften wie das Rennradfahren, das er vor einigen Jahren für sich entdeckt hat. Hier stellt er sein ganz persönliches „Rund um Köln“vor.

„Wer in Köln lebt, liebt seinen Kölner Dom. Deshalb ist es immer am Schönsten, eine Radtour mit Blick auf den Kölner Dom zu starten. Auf der anderen Rheinseite, direkt am Hotel Hyatt gibt es den besten Blick auf den Dom und dort verlaufen auch gut ausgebaute Fahrradwege. In Richtung Süden beginne ich mein „Rund um Köln“. Auf den ersten Kilometern fahre ich an den Poller Wiesen vorbei. Allerdings muss hier auf die Fußgänger Rücksicht genommen werden, aber dafür werde ich durch einen tollen Ausblick auf den Rhein entschädigt.

 

 

Die Wege sind gut ausgebaut und verlaufen durch das schöne Naturschutzgebiet „de Groov“. Wenig später biege ich dann in Köln-Porz links Richtung Flughafen ab. Dort muss ich ein bisschen defensiver fahren und schlängele mich auf kleinen engen Straßen zur in Rennradfahrerkreisen bekannten alten Panzerstraße. Hier geht es dann richtig los: Auf der alten Militärstraße auf der Rückseite des Flughafens fühle ich mich wie ein Zeitfahrer bei der Tour de France. Es ist schön flach und der Asphalt rollt richtig gut. Hier kann man schon mal nach dem Einrollen testen und schauen wie die Tagesform ist. Wer nicht ganz so viel Druck geben will, lässt einfach das schöne Naturschutzgebiet Wahner Heide auf sich wirken.

Unten am Kreisverkehr fahre ich dann Richtung Altenrath. Danach weiter über die Autobahnbrücke der A3 und rechts hoch Richtung Lohmar und Neunkirchen-Seelscheid. Von da an muss ich mich dann entscheiden, je nachdem wie gut die Beine sind. Es warten in Much und Overath ein paar knackige Steigungen.
Mit ein paar gut zu fahrenden aber durchaus anspruchsvollen Höhenmetern. Da sind ein paar starke Waden und der nötige Biss wichtig.

Die Schleife führt dann über Herkenrath, Voiswinkel und Rösrath wieder zurück Richtung Heimat.

Es ist immer wieder eine schöne, abwechslungsreiche, aber auch anspruchsvolle Strecke. Was mir dabei gut gefällt ist, dass ich je nach Zeit, Lust und Leistungsfähigkeit, in diesem Gebiet die Tour variieren kann. Zum Beispiel auch durch Seelscheid, Bensberg – Anstieg nach Bärbroich –, Hoffnungsthal oder Immekeppel. Wer also gern 60, 80, 90 oder eben 100 Kilometer fahren möchte, kann seinen Loop hier beliebig verkürzen oder erweitern. Allerdings gibt es im Bergischen Land und rund um Köln eine goldene Regel, die jeder Rennradfahrer beherzigen sollte: „Alles was man runterfährt, muss man auch wieder hochfahren!“

Mir gefällt im Bergischen Land die Abwechslung zwischen schnellen Speed- und Kraftausdauer-Strecken. Schöne und wunderbar gelegene Naturschutzgebiete und ein paar knackige Anstiege sind auch dabei. Aber alles gut zu fahren.

Wenn ich dann Richtung Heimat pedaliere, zählt der Panorama-Weg zu meinem Highlight. Von dort aus kann ich schon die Skyline von Köln mit dem Dom erkennen. Dann weiß ich, es ist nicht mehr allzu weit. Im Kölner Karneval wird immer ein legendäres Lied angestimmt: „Ich mööch zo Foß no Kölle gon. Da bin ich immer froh, wenn ich auf meinem Rennrad sitze.

Ich wünsche allen viel Spaß beim Nachfahren meiner „Rund um Köln-Hausrunde“.“

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